Seit einigen Jahren beschäftigen wir uns nun eingehend mit dem Thema
gesunde Ernährung...
...für Hunde, haben viele Bücher hierzu gelesen, Seminare
besucht und haben uns mit Tierärzten sowie anderen
Hundehalten besprochen und sind zu dem Ergebnis
gekommen, das die Fütterung von Fertigfutter für uns nicht
mehr in Frage kommt. Wir füttern nun alles Roh. Diese Art
des Fütterns wird b.a.r.f. genannt und gibt uns als
Hundehalter die Möglichkeit, die Ernährung von unseren
Hunden ganz auf ihre Bedürfnisse hin abzustimmen und
immer wieder individuell anzupassen.
Rechts auf einem der Bilder sehen Sie ein Beispiel dafür, woraus wir das Futter zusammenstellen. Wir
bereiten die Portionen immer für eine Woche vor und frieren es dann ein. In dieser Woche gibt es
Huhn, Fisch, viel Gemüse und auch Obst und Hüttenkäse. Das Ganze wird mit Kräutern und Ölen
verfeinert .Es ist ganz wichtig das Obst &Gemüse für den Hund vorzubereiten, indem es püriert, also
stark verkleinert wird. Denn nur so ist der Organismus des Hundes in der Lage all die Nährstoffe aus
dem Obst & Gemüseaufzunehmen und zu verwerten.
Wir benutzen hierfür einen handelsüblichen Standmixer. Es geht aber auch problemlos, wenn man
das Obst oder Gemüse in einen hohen Behälter füllt und mit einem Stabmixer püriert. Das Obst &
Gemüse darf ruhigschon etwas überreif, jedoch nie schimmlig sein und sollte wie das Fleisch, die
Innereien oder Knochen immer ROH verfüttert werden.
Es gibt immer wieder Leute die eigentlich gerne Rohfüttern würden, weil sie endlich wissen wollen,
was ihr Hund da täglich in sein Napf bekommt und diese Verantwortung darüber nicht mehr den
Futtermittelherstellern überlassen wollen und das ist auch gut so. Dennoch trauen sich viele das
Rohfüttern nicht zu, haben Angst etwas falsch zu machen oder stellen es sich schrecklich kompliziert
vor. Wir möchten allen Mut machen, mit dem Rohfüttern anzufangen. Es ist fast so leicht, wie das
Öffnen von einem Trockenfuttersack oder einer Dose Hundefutter. Lassen Sie sich nicht verrückt
machen, von den vielen Futterplänen die so im Internet herumschwirren und welche bis ins kleinste
mg von Vitaminen und Mineralstoffen durch gerechnet wurden. Kein Hund muss täglich eine
bestimmte Menge davon zu sich nehmen. Das Futter muss nicht täglich ausgewogen sein, sondern
über einen Zeitraum von ca. 4 Wochen und das auch nicht aufs Gramm genau.
Eine tägliche Gabe von extra Vitaminen, wie es z.B. bei vielen Trockenfuttersorten der Fall ist, kann
sogar durchaus schädlich für den Hund sein und Krankheiten auslösen. Auch die Angaben darüber,
dass ein Hund 80% Fleisch und 20% Grünfutter oder 70% zu 30% bekommen sollte, sind nur
Richtwerte und keine Pflicht. Ängste bezüglich vieler Vorurteile gegenüber dem Rohfüttern, wie z.B.
das roh gefütterte Hunde leichter an Parasiten, wie Würmern oder Salmonellen erkranken oder gar,
das Hunde vom rohem Fleisch "blutrünstig" werden, sind völlig unbegründet. Und der Einwand, das
Rohfüttern schrecklich teuer wäre, ist nicht berechtigt. Die Kosten hierfür sind vergleichbar mit dem,
eines Fertigfutter der mittleren Preisklasse.
Wenn Sie Fragen zur Ernährung Ihrer Hunde haben, dann wenden Sie sich gerne per Mail an
uns.
© Alle Rechte bei Nicole Burmester 2010 - 2012
Nachfolgend finden Sie eine kleine Auflistung geeigneter Nahrungsmittel
für ihren Hund:
An Fleisch können Sie vom Rind, Lamm, Schaf sowie Pferd das Muskelfleisch, Kopffleisch,
Backenfleisch, Maulfleisch, Lefzen und andere Fleischabschnitte anbieten.
Leber, Niere, Schlund, Kehlkopf, Luftröhre, Lunge, Schwanz, Brustbein, Beinscheibe und Rippen
vom Rind und Lamm/ Schaf sind ebenfalls gut geeignet.
Auf das Füttern von Lamm-/ Schafsmägen und deren Gedärme, sowie auf Innereien vom Pferd
sollte verzichtet werden, da diese oft mit Parasiten befallen oder Schwermetallen belastet sind.
Von Geflügel wie Hühner, Gänse, Puten, Enten oder deren Küken kann eigentlich alles an den Hund
verfüttert werden. Egal ob im Ganzen oder einzelne Teile davon. Das gleiche gilt für Kaninchen und
Hasen, außer deren Gedärmen, dürfen Hunde das ganze Tier fressen.
Sollten sie an Fleisch von Wild kommen, können Sie auch dieses ihrem Hund zum fressen anbieten.
Nur von Schweinen und auch vom Wildschwein sollten Sie grundsätzlich die Finger lassen, da es
Träger des gefährlichen des Aujeszky -Virus, der so genannten Pseudowut, sein kann, welcher in
allen Fällen für Hunde tödlich verläuft.
Auch ganze Fische oder Fischfilet dürfen an Hunde verfüttert werden, hierbei sind
(Salz)Meerwasserfische zu bevorzugen, da diese reich an Omega 3 & 6 Fettsäuren, sowie Selen,
Jod und Zink sind.
Grundsätzlich sollen alle oben aufgeführten Nahrungsmittel immer ROH gefüttert werden, nur so
können die Knochen und Gräten gefahrlos gefressen werden.
Erhitze Knochen und Gräten neigen zum splittern und können für Hunde lebensgefährlich werden.
Beim Obst & Gemüse raten wir dazu bevorzugt Saisonware zu verwenden, andernfalls stammt die
Ware in der Regel aus Gewächshäusern und ist nicht so reich an Vitaminen.
Grundsätzlich sollte das Obst und Gemüse möglichst fein püriert und natürlich roh verfüttert werden.
Es gibt viele Gemüsesorten die zur Ernährung von Hunden in Frage kommen, hierzu zählen
Blattgemüse (Salate, Löwenzahn, Staudensellerie, Fenchel usw.), Fruchtgemüse wie z.B. Kürbis
und Zucchini und Wurzelgemüse (Karotten, Rote Beete, Knollensellerie usw.).
Zwiebelgewächse und Kohlsorten sollten nur selten und mit Bedacht verfüttert werden, dürfen aber
hin und wieder den Speiseplan in kleinen Mengen erweitern.
Nachtschattengewächse, Hülsenfrüchte und Avocados dürfen nicht gegeben werden!
Auch Holunderbeeren, Weintrauben, Quitten und Kapstachelbeeren sind nicht geeignet.
Dagegen sind Äpfel, Bananen, Brom-, Stachel-, Heidel- und Erdbeeren sowie Pfirsiche, Melonen,
Kirschen, Kiwi, Feigen, Birnen, Pflaumen, Zitronen und Mango bei den meisten Hunden sehr beliebt.